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Claudias Blog

Gedanken eines Aufräumcoachs

Im Fluss des Lebens

In unserer Gesellschaft findet ein Bewusstseinswandel statt. Der Begriff Spiritualität weckte noch vor nicht allzu langer Zeit eher negative Assoziationen. Ob beim Pilgern, Meditieren oder Waldbaden - es geht darum, im Moment anzukommen, sich und sein Inneres einmal auszuhalten und die eigene Lebendigkeit zu spüren. Es ist immer auch ein Versuch, sich selbst in dieser Welt zu verorten und zu schauen, wo man in dieser Unendlichkeit des Kosmos hingehört. 

Wir leiden, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir sie uns vorstellen. Ängste und Sorgen begleiten uns dann. Was wir meinen, zu besitzen, macht uns Angst, es wieder zu verlieren.  

Auch bei mir hat eine tiefe Lebenskrise den Wunsch nach Veränderung ausgelöst. Ich stellte mir viele Fragen und suchte nach Antworten. Ich fing an im Außen aufzuräumen und lies all die Dinge, die überflüssig waren oder mich unglücklich machen, gehen. Mein Besitz reduzierte sich um die Hälfte. In diesem Prozess merkte ich, welche Wirkung es hat, Dinge los zu lassen. Der Effekt, der dabei entsteht, wenn sich weniger Zeug um einen herum befindet, ist enorm. Der Kopf wird klarer, es ist Platz für Neues und man wird dadurch wesentlich kreativer. Gleichzeitig fing ich an, mehr auf mich und meine Gesundheit zu achten. Ich stellte meine Ernährung um und begann mit Yoga und Meditation. 

Das alles hat mir geholfen, mit meiner Situation besser klar zu kommen. Ich habe gelernt, dass Dinge anders sind, als in meiner Vorstellung und Erwartung und ich habe diese Veränderung in meinem Leben akzeptiert. Denn es geht darum, das Innere zu verändern und sich über die verschiedenen Muster in uns bewusst zu werden, um all die Sachen, die uns geprägt haben und wo wir das Gefühl haben, irgendwie festzustecken. Es geht um die innere Stimme, dem Urvertrauen und darum, Verantwortung zu übernehmen. 

Wenn ich dem folge, was ich aus dem Innern heraus tue, fühlt sich das gut an. Dann ist alles im Fluss - im Fluss des Lebens. 

Bummeltag 

Intuitiv habe ich den Tag heute verbummelt und es langsam angehen lassen.
Im Nachhinein freue ich mich, es zugelassen zu haben - denn es geht mir gut.

Der 19. Juni ist Weltbummeltag und soll daran erinnern, einfach mal die Seele baumeln und Fünfe gerade sein zu lassen.

Etwas, was wir uns alle von Zeit zu Zeit gönnen sollten... Es sind genau diese Momente, die wir uns oftmals aus den verschiedensten Gründen nicht zugestehen. Selbst, wenn wir die Zeit haben, wollen wir die Dinge erledigen, zu denen wir sonst nicht kommen, da der Tag eben nur 24 Stunden hat.

Trotzdem ich mich in den vergangenen zwei Jahren mit Selbstliebe beschäftigt und in Achtsamkeit geübt habe, fühle ich mich auch heute noch oftmals getrieben - ein Gefühl von: 'Immer voran kommen zu müssen, immer Etwas erreichen zu müssen und immer Etwas erledigen zu müssen' - denn nur so, kann ich mich in Sicherheit wiegen - und das, obwohl ich alles habe, was ich brauche und das, was ich habe, sicher mehr ist, was ich wirklich brauche.

Mehr und mehr verabschiede ich mich von diesen Gedanken und höre auf meine innere Stimme. Ich lass es zu, einfach nur den Augenblick zu genießen und im Hier und Jetzt zu sein und meinen Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben zu richten.

Mir wird immer mehr bewusst, dass wir uns meist von außen getrieben fühlen, uns diesen Stress aber eigentlich nur selbst machen. Wir dürfen uns in diesen Tagen aber tatsächlich mal zurücknehmen, die Dinge locker sehen und nicht an das materielle Schaffen denken, einfach nur mal an uns selbst und unser Wohlbefinden denken. Das ist das, worum es geht.

Die Sterne - Du musst gar nix

Tag der Arbeit 

'Der Mensch ist für Arbeit geboren, 
wie der Vogel zum Fliegen.'
Martin Luther

Unter den richtigen Bedingungen - denn gute Arbeit lebt von Lob und Anerkennung der ganzen Persönlichkeit. 

Die Zeit, in der die Menschen durch starre Hierarchien und Pflichtbewusstsein zu kleinen Robotern lancieren und monotone, sinnlos anmutende Arbeiten ausüben, ist vorbei. Dennoch kann Arbeit zu einer schweren Last werden und unglücklich machen. 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Stress und Hektik, das Arbeiten im Großraumbüro und die tägliche Fahrt mit den Öffentlichen dicht an dicht mit schlecht gelaunten, gestressten Menschen absolut nervig sind und auf Dauer krank machen.

Im Optimalfall ruft Arbeit positive Emotionen in uns vor. Wenn wir beispielsweise etwas Schönes erschaffen oder ein Projekt erfolgreich abschließen, macht uns das glücklich. Deshalb wünscht sich jeder von uns eine sinnvolle Tätigkeit, die er in einem angenehmen Umfeld ausüben kann und die wertgeschätzt wird.

Das alles fehlt mir in dieser jetzigen Zeit... Dieser momentane Stillstand macht mich ganz kirre. Ich möchte endlich wieder arbeiten gehen dürfen, so richtig mit anpacken und mich mit meinen Kunden über das Erreichte freuen. Möchte einfach wieder ein bisschen Normalität in meinem Alltag... denn das ist das, was mich antreibt und mich glücklich macht - meine Arbeit.

Filmtipp: Labor Day - 2013
mit Kate Winslet, Josh Brolin, Gattlin Griffith

Sehnsucht

  Wir alle sehnen uns in diesen Tagen nach Dingen, die wir gerade nicht haben können. Die einen wollen sich einfach mal wieder ganz unbeschwert mit Freunden auf ein Glas Wein treffen, andere zieht es in die Ferne, da ihnen entweder die Decke auf den Kopf fällt oder sie völlig gestresst sind vom Alltag mit Homeoffice, Kinderbetreuung und Haushalt. 

MUSIK hilft und verbindet...

Bei mir ist es tatsächlich so - wenn ich einen tollen Song im Radio höre, drehe ich laut auf und ich singe oder tanze zur Musik. Es erinnert mich an die Zeiten, als meine Eltern die Platten von ABBA und den BeeGees aufgelegt haben und wir im Wohnzimmer getanzt haben, bis die Wände wackelten. Auch die Musik meines Bruders von AC/DC bis Queen hat mich unheimlich geprägt, denn sobald die ersten Klänge ertönen, kann ich nicht mehr ruhig sitzen bleiben...

Selbst, wenn ich alleine im Sessel sitze, mir die Kopfhörer aufsetze und traurige Lieder abspiele, ziehe ich positive Energie daraus und es macht mich irgendwie glücklich. Ich denke, so, wie es den Musikern gelingt, große Gefühle in Musik hineinzupacken und zu transportieren, können wir auch die Emotionen aus der Musik herausholen und empfinden. 

Für jede Situation findet sich die passende Musik zum Auflegen. In der Rubrik Musik habe ich für euch auf meiner #wirbleibenzuhause-Seite einige Songs zusammengestellt. Schaut gerne mal rein und klickt euch ein wenig durch. Ich wünsche euch viel Spaß und, dass ihr gut über diese Zeit kommt. 

  Ostern

 Tag 17 der Kontaktsperre und allmählich gehen mir die Ideen für die sinnvolle Gestaltung meines Alltages aus. Am meisten fehlen mir jedoch die persönlichen Kontakte. Vor allem jetzt, wo ich mit meinem Business richtig durchstarten wollte, wird mir ein Riegel vorgeschoben. Hinzu kommen Existenzängste und ich stelle mir viele Fragen... 

Hab ich die richtige Entscheidung getroffen, die Festanstellung aufzugeben?
Wie kann ich unter diesen Umständen meinen Lebensunterhalt bestreiten, die Miete und Krankenversicherung bezahlen? 

Meine Tätigkeit als Aufräumcoach kann und darf ich im Moment nicht ausüben und, ob und wann ich Geld vom Amt erhalte, ist noch ungeklärt...

Nun steht das schöne Osterwochenende vor der Tür und selbst, wenn wir jetzt viel Zeit haben, tolle Ostersachen zu basteln und in unseren eigenen vier Wänden alles hübsch dekorieren, fällt es mir echt schwer, die richtige Stimmung dafür aufzubauen. Es macht mich eher traurig, dass ich an diesem Osterfest nicht mit meiner Familie zusammen sein kann und die Vorstellung, dass ich die Festtage mit meinem Schokohasen auf Balkonien verbringen darf, muntert mich auch nicht auf.

Ja, das alles macht ziemlich mürbe. Die Stimmung ist gedrückt und es ist völlig unklar, wie lange wir uns noch in diesem Zustand bewegen und ob die Maßnahmen sogar weiter verschärft werden.

Welt-Recycling-Tag

Mit dem heutigen Tage hat Corona soweit Einzug gehalten, dass auch neben den Kitas und Schulen, die Türen des Einzelhandels geschlossen bleiben. Niemand darf sich draußen in großen Gruppen aufhalten und muss einen Abstand von zwei Metern zu anderen Personen halten. Es ist echt krass, was durch die Verbreitung des Virus weltweit passiert. Die Menschen werden dadurch gezwungen, ihr Leben zu entschleunigen. Nächstenliebe - trotz der Distanz - wird in diesen Tagen groß geschrieben, Nachbarschaftshilfe angeboten. Die, die jetzt von zu Hause aus arbeiten, bieten Älteren, Menschen mit Behinderung oder Eltern, die ihre Kinder unterbringen müssen, ihre Unterstützung an. 
So eine Situation hat es noch nie gegeben. Die ganze Welt steht auf dem Kopf. Mal ehrlich, wir sind es doch überhaupt nicht gewohnt, diese Ruhe auszuhalten, mal innehalten und sich zu besinnen. In diesem ganzen Konstrukt ist jeder so getrimmt, voranzukommen und zu funktionieren, koste es, was es wolle. Es geht immer ums Geld, die wirtschaftlichen Belange stehen immer im Fokus. Corona zwingt uns nun, umzudenken. Die Dinge mal von einer anderen Seite zu betrachten.
Bemerkenswert ist, wie sich der Smog über China seit der Einschränkungen minimiert hat. Für mich ein gutes Zeichen - ein Zeichen dafür, dass diese Zwangsmaßnahmen die Möglichkeit bietet, sich über sich selbst und über die globalen Auswirkungen seines Tun und Handelns bewusst zu werden. Heute ist Welt-Recycle-Tag. Dieser Tag ist 2018 ins Leben gerufen worden und soll die Menschen darauf aufmerksam machen, dass Mülltrennung ein wichtiger Faktor ist. Lassen wir uns davon inspirieren und schauen, ob wir in diesem Bereich gut informiert sind und unseren Müll richtig entsorgen. Besser als Trennen, ist noch das Vermeiden von Müll, aber das würde den Rahmen jetzt sprengen. 

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Internationaler 
Frauentag

und ich überlege, was dieser Tag eigentlich für mich bedeutet.

In der DDR aufgewachsen, war es nie ein besonders großes Thema für mich -
die Gleichberechtigung der FRAU.

Meine Mutter war stets berufstätig und zeigte mir, dass man als Frau alles erreichen kann, wenn man es will. Meine Eltern pflegten einen liebe- und respektvollen Umgang miteinander, brachten mir bei, für meine Rechte einzustehen und gaben mir das nötige Rüstzeug mit auf den Weg. 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich früher überhaupt nicht weiter mit der Bedeutung dieses Tages beschäftigt habe. Ich erhielt mein obligatorisches Blümchen und dachte: Schön, dass du an mich gedacht hast.

Bereits vor 100 Jahren kämpfte meine Oma für die Rechte der Frauen und bis heute sind sexuelle Selbstbestimmung, körperliche und seelische Unversehrtheit sowie Chancengleichheit Themen, wofür die Frauen auf die Straße gehen müssen. 

Für mich ein Tag, der viel
darüber aussagt, wie groß die Kluft zwischen Mann und Frau in Sachen Gleichstellung ist und, dass das Reden darüber und das Überreichen einer Rose alleine nichts verändern. 

Filmempfehlung
SUFFRAGETTE - Taten statt Worte
 GB 2015

DIY - Garderobe

Aus alt mach neu - 
ich mag die Idee dahinter, weniger wegzuwerfen
und stattdessen erfinderisch zu werden und 
zu überlegen, wie ich Dingen neues Leben einhauchen kann.

Beim Aufräumen denken die meisten Menschen ans Wegwerfen, dabei geht es eher darum, Ordnung mit den vorhandenen Ressourcen zu schaffen, nach alternativen Einsatzmöglichkeiten zu suchen und Vorhandenes - einmal Hergestelltes und Gekauftes - weiter zu verwenden.

Mir macht es immer unheimlich viel Freude, die kleinen und größeren Projekte umzusetzen und mir mein Umfeld - meinen Raum, in dem ich lebe, immer mal wieder neu zu kreieren.
Natürlich steckt hinter all dem auch der Gedanke, die Dinge wieder mehr wertschätzen zu lernen und das gute Gefühl einen kleinen Beitrag für ein nachhaltigeres Leben zu leisten.

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 Samstagmorgen

Ich liebe diese Momente. Der Tag beginnt mit einer schönen Tasse Kaffee ☕, der Blick schweift in die Ferne und ich kann den Augenblick genießen 🤗
Das war nicht immer so... erst jetzt habe ich gelernt, mehr Rücksicht auf mich zu nehmen und achtsamer mit mir umzugehen.


Ich habe es geschafft, mich von all meinem Ballast zu befreien, den ich über die Jahre hinweg angesammelt habe und kategorisch ausgemistet. Mit dieser Methode fand ich zu mehr Klarheit, treffe leichter Entscheidungen, bin offen für Neues und so entdecke ich jeden Tag ☀ schöne Dinge, die mein Leben bereichern.